Aktuelle Infos
Neue Lebensräume für Pionierarten am Beispiel des Kieselerde-Abbaus bei Neuburg an der Donau
Tagebaue als Chance für den Arten- und Biotopschutz

6. Mai 2015


Rohstoffabbau lässt sich gut mit Naturschutz vereinbaren.
Zu diesem Fazit kommt ein von der Zeitschrift „ANLIEGEN NATUR – Zeitschrift für Naturschutz und angewandte Landschaftsökologie“ veröffentlichter Artikel.
Als Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Wirtschaft wird der Kieselerde-Abbau bei Neuburg an der Donau vorgestellt.


Foto: Hoffmann Mineral GmbH, 86619 Neuburg (Donau).

Eine Abstimmung der betriebswirtschaftlichen Bedingungen und betrieblichen Notwendigkeiten mit dem Naturschutz ermöglicht eine gezielte ökologische Optimierung und Förderung von Pionier-Lebensraumtypen auf Halden und in Tagebauen.
Eine Vielzahl bedrohter Arten initialer Lebensräume findet auf diese Weise auf den Betriebsflächen einen Ersatzlebensraum. Hierbei zählen insbesondere die Gelbbauchunke, die Kreuzkröte sowie der Kammmolch.

Ob Tagebaue als dynamische und komplexe Lebensräume funktionieren, ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Neben bergtechnischen Bedingungen, wie der Abbautiefe, der Größe und der Form des Tagebaus, sind auch geologische Faktoren, wie Gesteinseigenschaften (Locker- oder Festgestein), Feuchtegrad und Wasserdurchlässigkeit bedeutsam. Der Artenpool sowie die Art der Flächennutzung im Tagebau-Umfeld sind ökologische Faktoren, die auf die Besiedelung eine erhebliche steuernde Wirkung haben (VULPIUS & FÖRSTER 2013).
Die Strukturen in den Tagebauen bieten bereits während des Abbaus ein breites ökologisches Entwicklungspotenzial. Das vorliegende Beispiel des Kieselerde-Abbaus bei Neuburg an der Donau verdeutlicht, dass mit gemeinsamem Engagement von Naturschutz und Unternehmen dieses Potenzial genutzt und ausgebaut werden kann.

Anhand des Beispiels des Kieselerde-Abbaus bei Neuburg an der Donau konnte ein weiteres Mal gezeigt werden, dass ein Management von Lebensräumen für Pionierarten durchaus im gemeinsamen Interesse von Wirtschaft und Naturschutz liegt.

Der komplette Artikel der Autoren Agnes MITTERER und Karlheinz SCHAILE kann am Ende der Pressemitteilung abgerufen werden.

Dr. Matthias Schlotmann
Geschäftsführer BKRI

Gudrun Schmidt
Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftspolitik

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Neue "TonLeiter" veröffentlicht

1. April 2015


Vor kurzem erschienen ist die aktuelle Ausgabe der Informationsbroschüre „Die TonLeiter“ der Arbeitsgemeinschaft Westerwald-Ton e.V..

Themen sind diesmal unter anderem „Tonvorkommen - weltweit - Teil III: Europa (ohne Deutschland)“, „Aktion ZeiLe“ sowie „Keramik aus Bad Ems – aus Westerwälder Ton“.

Wie gewohnt wird die Broschüre durch den Beileger „TonLeiter ABC“ ergänzt.

Gedruckte Exemplare können bei der Arbeitsgemeinschaft Westerwald-Ton e.V. unter info@westerwald-ton.info angefordert werden.

Dr. Matthias Schlotmann
Geschäftsführer BKRI

Gudrun Schmidt
Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftspolitik

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Genehmigungsverfahren immer schwieriger

18. Februar 2015


„Ton und Tongewinnung sind seit Jahrhunderten ein prägender Bestandteil des Westerwaldes und Grundlage für die große Tradition der Westerwälder Keramik.“
Mit diesen einleitenden Worten begrüßte Helmut Müller, Geschäftsführer der Firma Aloys Jos. Müller GmbH & Co. KG, Siershahn, den Bundestagsabgeordneten Dr. Andreas Nick (Wahlkreis Montabaur) sowie Dr. Matthias Schlotmann, Geschäftsführer des Bundesverbandes Keramische Rohstoffe und Industrieminerale e.V. (BKRI) in der Grube Richard in Steinefrenz.


Neue Eindrücke bei der Grubenbesichtigung (Dr. Matthias Schlotmann (2. v. links), Dr. Andreas Nick (Mitte), Helmut Müller (2. von rechts) sowie Mitarbeiter der A. J. Müller GmbH & Co. KG).

Im Jahre 1909 von Aloys Josef Müller gegründet, wird das BKRI-Mitgliedsunternehmen heute in dritter Generation von Helmut Müller geführt. Über 40 Mitarbeiter sind für die Firma Müller in insgesamt 6 Westerwälder Tongruben tätig.
Über 300.000 Tonnen Ton werden in den Gruben der Firma Müller jährlich gefördert und finden insbesondere im Bereich der Keramik Anwendung.

„Ton ist aus dem menschlichen Leben nicht mehr wegzudenken. Von der Fliese über das Waschbecken bis zur Kaffeetasse kommt Ton im Alltag zum Einsatz. Aber auch im Umweltschutz, der Feuerfestindustrie und in Substraten wird Ton eingesetzt“, so BKRI-Geschäftsführer Dr. Schlotmann. „Forschung und Entwicklung für neue Produkte und Anwendungsbereiche werden immer wichtiger. Die Tonindustrie ist für den Westerwald noch immer ein bedeutender Wirtschaftsfaktor mit mehreren Tausend direkt und indirekt Beschäftigten.“


Die Einsatzgebiete von Ton sind vielfältig (Geschäftsführer Müller (2 .v. l.) im Gespräch mit MdB Dr. Nick und Dr. Schlotmann (3. und 4. von links).

MdB Dr. Andreas Nick lobte die gute Zusammenarbeit mit den Tonbetrieben im Westerwald. Besonders positiv bewertete er die lokale Verwurzelung der Unternehmen.
BKRI-Geschäftsführer Dr. Matthias Schlotmann betonte, dass der Dialog mit der Politik, Anwohnern und der Bevölkerung insgesamt gesucht werde, um Konflikte zu vermeiden beziehungsweise direkt zu lösen.

Um sich erfolgreich gegenüber der internationalen Konkurrenz aus Ländern wie der Ukraine durchsetzen zu können, sind für die regional ansässigen Firmen jährlich hohe Investitionen in Genehmigungen, Rohstoffgewinnung und Aufbereitung nötig.
Daher erscheint für die Industrie eine langfristige Planungssicherheit, insbesondere bei den Genehmigungen sowie in der Landes- und Regionalplanung, essentiell. „Die Vorgaben aus Mainz, Berlin und Brüssel werden leider immer strenger und Genehmigungsverfahren immer aufwendiger“, so Schlotmann, was insbesondere für eine mittelständische Branche wie die Tonindustrie des Westerwaldes ein Problem sei.

Helmut Müller und Dr. Schlotmann richteten an MdB Dr. Nick den Appell, sich dafür einzusetzen, die Dauer der Genehmigungsverfahren zu optimieren und weitere bürokratische Hürden zu verhindern.

Dr. Matthias Schlotmann
Geschäftsführer BKRI

Gudrun Schmidt
Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftspolitik

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