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Baustoffindustrie erwartet 2015 stagnierende Produktion

10. Juli 2015


Trotz positiver gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen rechnet der Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden (BBS) für das laufende Jahr lediglich mit einer real stagnierenden Produktion in der deutschen Baustoffindustrie. Nach Angaben des Verbandes musste die Branche von Januar bis April einen Produktionsrückgang von 4 Prozent verzeichnen, der bis Jahresende nur bedingt ausgeglichen werden kann.

Die Konjunktur in der Bauwirtschaft, dem wichtigsten Marktsegment der Steine-Erden-Industrie, dürfte sich 2015 durchwachsen entwickeln. Impulse kommen weiterhin aus dem Wohnungsbau, wenngleich die Dynamik trotz des nach wie vor hohen Baubedarfs in den Ballungsräumen nachlässt. Im gewerblichen und im öffentlichen Bau werden in 2015 allenfalls marginale Zuwächse erwartet. 2016 könnte die Baustoffproduktion dann wieder moderat steigen, sofern der gewerbliche Bau seine Schwächephase überwindet und größere Spielräume in den kommunalen Haushalten für die Umsetzung der dringend notwendigen öffentlichen Investitionen in die Infrastruktur genutzt werden.

Anlässlich der diesjährigen Jahrestagung des Verbandes in Berlin erklärte BBS-Präsident Andreas Kern: "Die Rekordeinnahmen des Bundes eröffnen ausreichend Spielraum für mehr Investitionen, ohne die Konsolidierung der Staatsfinanzen zu gefährden. Nach den teuren sozialpolitischen Projekten der Großen Koalition ist die Zeit für höhere Investitionen zur Stärkung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit gekommen."

Insgesamt sei es zu begrüßen, so Kern weiter, dass der Abbau des Investitionsstaus mittlerweile auf der politischen Agenda deutlich nach oben gerückt sei. Dies komme auch der Baustoffbranche zugute: "Die stärkere Entlastung der Kommunen und die Aufstockung der Mittel für die Bundesverkehrswege sind zielführend. Dem guten Bauklima, das die Politik schaffen möchte, steht aber unter anderem die Blockade bei der Einführung steuerlicher Sanierungsanreize im Gebäudesektor entgegen. Insofern dürfen die guten Vorsätze jetzt nicht zu reinen Lippenbekenntnissen verkommen."

Darüber hinaus seien Impulse für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums notwendig, so der BBS-Präsident. Zwar habe der Wohnungsbau im oberen Preissegment in den letzten Jahren deutlich zugelegt. Angesichts des hohen Nachfrageüberhangs auf regionalen Wohnungsmärkten und der deutlich gestiegenen Mieten müsse die Politik den Wohnungsbau aber vor allem in der Breite stärken, etwa durch die Verbesserung der Abschreibungsbedingungen im Mietwohnungsbau oder eine Stärkung der Objektförderung im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus.


Der Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V. vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen der deutschen Baustoffindustrie. Die Branche erwirtschaftet mit 145.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von rund 31 Milliarden Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbands Baustoffe - Steine und Erden e.V., Berlin

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Neuer BKRI-Geschäftsbericht erschienen

22. Mai 2015


Der BKRI-Geschäftsbericht 2014/2015 vermittelt einen Überblick über die im Berichtszeitraum geleistete Arbeit des Bundesverbandes.

Neben Fachthemen mit den Schwerpunkten Rohstoffsicherung und Genehmigungsverfahren, Umwelt, Energie sowie Steuern und Abgaben steht erneut der Bereich Beratung, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit im Vordergrund.

Darüber hinaus werden insbesondere Anliegen von Wirtschafts- und Technischem Ausschuss thematisiert.

Der Geschäftsbericht ist am Ende der Pressemitteilung direkt als pdf-Datei abrufbar.

Gerne können zusätzliche Exemplare in gedruckter Form angefordert werden.

Der BKRI wünscht den Lesern des BKRI-Geschäftsberichts 2014/2015 eine interessante Lektüre.

Dr. Matthias Schlotmann
Geschäftsführer BKRI

Gudrun Schmidt
Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftspolitik

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Neue Lebensräume für Pionierarten am Beispiel des Kieselerde-Abbaus bei Neuburg an der Donau
Tagebaue als Chance für den Arten- und Biotopschutz

6. Mai 2015


Rohstoffabbau lässt sich gut mit Naturschutz vereinbaren.
Zu diesem Fazit kommt ein von der Zeitschrift „ANLIEGEN NATUR – Zeitschrift für Naturschutz und angewandte Landschaftsökologie“ veröffentlichter Artikel.
Als Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Wirtschaft wird der Kieselerde-Abbau bei Neuburg an der Donau vorgestellt.


Foto: Hoffmann Mineral GmbH, 86619 Neuburg (Donau).

Eine Abstimmung der betriebswirtschaftlichen Bedingungen und betrieblichen Notwendigkeiten mit dem Naturschutz ermöglicht eine gezielte ökologische Optimierung und Förderung von Pionier-Lebensraumtypen auf Halden und in Tagebauen.
Eine Vielzahl bedrohter Arten initialer Lebensräume findet auf diese Weise auf den Betriebsflächen einen Ersatzlebensraum. Hierbei zählen insbesondere die Gelbbauchunke, die Kreuzkröte sowie der Kammmolch.

Ob Tagebaue als dynamische und komplexe Lebensräume funktionieren, ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Neben bergtechnischen Bedingungen, wie der Abbautiefe, der Größe und der Form des Tagebaus, sind auch geologische Faktoren, wie Gesteinseigenschaften (Locker- oder Festgestein), Feuchtegrad und Wasserdurchlässigkeit bedeutsam. Der Artenpool sowie die Art der Flächennutzung im Tagebau-Umfeld sind ökologische Faktoren, die auf die Besiedelung eine erhebliche steuernde Wirkung haben (VULPIUS & FÖRSTER 2013).
Die Strukturen in den Tagebauen bieten bereits während des Abbaus ein breites ökologisches Entwicklungspotenzial. Das vorliegende Beispiel des Kieselerde-Abbaus bei Neuburg an der Donau verdeutlicht, dass mit gemeinsamem Engagement von Naturschutz und Unternehmen dieses Potenzial genutzt und ausgebaut werden kann.

Anhand des Beispiels des Kieselerde-Abbaus bei Neuburg an der Donau konnte ein weiteres Mal gezeigt werden, dass ein Management von Lebensräumen für Pionierarten durchaus im gemeinsamen Interesse von Wirtschaft und Naturschutz liegt.

Der komplette Artikel der Autoren Agnes MITTERER und Karlheinz SCHAILE kann am Ende der Pressemitteilung abgerufen werden.

Dr. Matthias Schlotmann
Geschäftsführer BKRI

Gudrun Schmidt
Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftspolitik

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