Aktuelle Infos
Pilotprojekt
Lemke: „Rohstoffsicherung braucht strategisches Vorgehen“

29. Oktober 2014


In zahlreichen Workshops und Einzelgesprächen mit den Akteuren der Region hat die Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe ein „Nachhaltiges Rohstoffsicherungskonzept“ entwickelt. Am 27.10.2014 stellte der Vorsitzende der Planungsgemeinschaft, Landrat Ernst Walter Görisch, in Anwesenheit von Wirtschaftsministerin Eveline Lemke den Verlauf und erste Ergebnisse vor. Das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung hat das Projekt mit 46.000 Euro gefördert.

„Bereits heute ist absehbar, dass dieser Prozess in der Region Rheinhessen-Nahe auch für andere Regionen zukünftiger Maßstab sein kann. Rohstoffe sind ein kostbares Gut und der Umgang mit diesen muss klug bedacht sein“, betonte Ministerin Lemke. „Es gilt, Interessen abzuwägen. Dafür braucht man ein strategisches Vorgehen, wie es hier entwickelt wurde. Die breite Beteiligung beim Pilotprojekt war ein weiteres großes Plus. Ein offen geführter Dialog und größtmögliche Transparenz von Informationen haben den Prozess geprägt.“ Für alle Beteiligten sei somit der Abwägungsprozess, den die Planungsgemeinschaft bei der Aufstellung des Regionalplanes vorzunehmen hat, nachvollziehbar.

Im Projektverlauf wurden neue Wege beschritten: Erstmalig wurden Rohstoffflächen hinsichtlich ihrer Eignung bewertet. Es wurden für einen bestimmten Zeitraum zu erwartende Abbaumengen definiert. Andere Nutzungen, die dem Rohstoffabbau entgegenstehen, wurden kategorisiert. So konnten als Ergebnis jene Flächen, die für den Rohstoffabbau vorgesehen sind, ausgewählt werden. Erstmalig wurden aber auch Flächen ermittelt, die für die langfristige Rohstoffsicherung dienen sollen und es wurden diejenigen Flächen identifiziert, die nicht oder nur bedingt mit dem Rohstoffabbau vereinbar sind.

Für das Projekt wurden eigens detaillierte Rohstoffdaten erhoben. Lemke: „Eine solche detaillierte Datengrundlage muss auch für andere Regionen zukünftig der Maßstab sein.“ Das Landesamt für Geologie und Bergbau werde sich mit dieser gewaltigen Herausforderung in den nächsten Jahren beschäftigen. Sehr viel Wert legte Ministerin Lemke auch auf die weitere Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Behörden, Unternehmen und der Bevölkerung sowie auf die Förderung von Recycling, Substitution und die Einrichtung eines Monitorings des Verbrauchs gesicherter Rohstoffflächen.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung hatten die Teilnehmer erneut Gelegenheit, Anregungen und Hinweise zum Rohstoffsicherungskonzept zu äußern. Alle vorgebrachten Einwendungen werden, so versicherten die Vertreter der Planungsgemeinschaft, Bestandteil des Abschlussberichtes.

Quelle: Pressemeldung des Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz, Mainz vom 27.10.2014.

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Die Gelbbauchunke
Lurch des Jahres 2014

19. September 2014


Von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) - in Kooperation mit NABU, BUND und weiteren Organisationen – wurde sie zum Lurch des Jahres 2014 ernannt: Die Gelbbauchunke.
Mit dieser Auszeichnung soll der Bekanntheitsgrad dieses durch Aussehen und Verhalten ungewöhnlichen Froschlurchs erhöht werden.

Die Gelbbauchunke besitzt zwei ganz unterschiedliche Seiten: Von der Rückenfärbung her eher unscheinbar, zeigt sich ihr Bauch individuell gelb-schwarz gemustert und wird von ihr per Unkenreflex zur effektiven Feindabwehr eingesetzt.


Die Gelbbauchunke ist Lurch des Jahres 2014. © 2013: DGHT/Trapp

Zwar europaweit nicht vom Aussterben bedroht, gilt die Gelbbauchunke in Deutschland dennoch als stark gefährdet. Entsprechend wurde der Erhaltungszustand dieses Lurches in Deutschland im Sinne der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) als „schlecht“ bewertet (Nationaler Bericht 2007 an die EU).
In den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union steht die Gelbbauchunke unter strengem Schutz. Die Aufnahme in die Anhänge der FFH-Richtlinie weist sie als „Tierart von gemeinschaftlichem Interesse, für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen“ (Anhang II) und als „streng zu schützende Art von gemeinschaftlichem Interesse“ (Anhang IV) aus. Auch im Rahmen der Berner Konvention des Europarats wird die Art als „streng geschützt“ im Anhang II aufgeführt.
„Die besten Lebensräume der Gelbbauchunke sind flache, sonnenexponierte Kleingewässer im waldnahen Offenland, die sich leicht erwärmen und eher vegetationsarm sind“, erläutert Richard Podloucky von der DGHT.
Bedauerlicherweise hat dieser besondere Froschlurch seine natürlichen Lebensräume durch menschliches Tun weitgehend verloren. Waren es früher Überschwemmungsgewässer, Quelltümpel oder dynamische Bachkolke entlang von Fließgewässern, die die Laichgewässer der Art bildeten, so werden von ihr heute in unserer Kulturlandschaft bevorzugt Sekundärbiotope wie wassergefüllte Fahrspuren und Kleingewässer im Wald als Lebensräume genutzt.

Gerade auch Abbaugruben sind es, in denen die Gelbbauchunke vorzugsweise Ersatzbiotope findet.
Daneben bieten ihr militärische Übungsplätze einen neuen Lebensraum.


Die Gelbbauchunke findet häufig Ersatzbiotope in Abbaugruben. © 2013: DGHT/Kwet

Die seltene Gelbbauchunke, Lurch des Jahres 2014, erscheint durchaus schützenswert.
Um ein auf die Ansprüche dieser ungewöhnlichen Amphibienart abgestimmtes Biotopmanagement zu betreiben, sollten geeignete Maßnahmen ergriffen werden.
Eine regelmäßige Pflege vorhandener Laichgewässer und deren Wiederherstellung bei Verlandung sowie die Neuanlage von Kleingewässern und Vernetzung der Lebensräume können hier Mittel erster Wahl sein.

Dr. Matthias Schlotmann
Geschäftsführer BKRI

Gudrun Schmidt
Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftspolitik

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Neue "TonLeiter" veröffentlicht

13. August 2014


Vor kurzem erschienen ist die aktuelle Ausgabe der Informationsbroschüre „Die TonLeiter“ der Arbeitsgemeinschaft Westerwald-Ton e.V..

Themen sind diesmal unter anderem „Zebrastreifen“, eine neue Einsatzmöglichkeit von Westerwälder Ton, Tonvorkommen weltweit sowie der Rohstofftag Rheinland-Pfalz 2014.

Wie gewohnt wird die Broschüre durch den Beileger „TonLeiter ABC“ ergänzt.

Gedruckte Exemplare können bei der Arbeitsgemeinschaft Westerwald-Ton e.V. unter info@westerwald-ton.info angefordert werden.

Dr. Matthias Schlotmann
Geschäftsführer BKRI

Gudrun Schmidt
Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftspolitik

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