Aktuelle Infos
Die Gelbbauchunke
Lurch des Jahres 2014

19. September 2014


Von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) - in Kooperation mit NABU, BUND und weiteren Organisationen – wurde sie zum Lurch des Jahres 2014 ernannt: Die Gelbbauchunke.
Mit dieser Auszeichnung soll der Bekanntheitsgrad dieses durch Aussehen und Verhalten ungewöhnlichen Froschlurchs erhöht werden.

Die Gelbbauchunke besitzt zwei ganz unterschiedliche Seiten: Von der Rückenfärbung her eher unscheinbar, zeigt sich ihr Bauch individuell gelb-schwarz gemustert und wird von ihr per Unkenreflex zur effektiven Feindabwehr eingesetzt.


Die Gelbbauchunke ist Lurch des Jahres 2014. © 2013: DGHT/Trapp

Zwar europaweit nicht vom Aussterben bedroht, gilt die Gelbbauchunke in Deutschland dennoch als stark gefährdet. Entsprechend wurde der Erhaltungszustand dieses Lurches in Deutschland im Sinne der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) als „schlecht“ bewertet (Nationaler Bericht 2007 an die EU).
In den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union steht die Gelbbauchunke unter strengem Schutz. Die Aufnahme in die Anhänge der FFH-Richtlinie weist sie als „Tierart von gemeinschaftlichem Interesse, für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen“ (Anhang II) und als „streng zu schützende Art von gemeinschaftlichem Interesse“ (Anhang IV) aus. Auch im Rahmen der Berner Konvention des Europarats wird die Art als „streng geschützt“ im Anhang II aufgeführt.
„Die besten Lebensräume der Gelbbauchunke sind flache, sonnenexponierte Kleingewässer im waldnahen Offenland, die sich leicht erwärmen und eher vegetationsarm sind“, erläutert Richard Podloucky von der DGHT.
Bedauerlicherweise hat dieser besondere Froschlurch seine natürlichen Lebensräume durch menschliches Tun weitgehend verloren. Waren es früher Überschwemmungsgewässer, Quelltümpel oder dynamische Bachkolke entlang von Fließgewässern, die die Laichgewässer der Art bildeten, so werden von ihr heute in unserer Kulturlandschaft bevorzugt Sekundärbiotope wie wassergefüllte Fahrspuren und Kleingewässer im Wald als Lebensräume genutzt.

Gerade auch Abbaugruben sind es, in denen die Gelbbauchunke vorzugsweise Ersatzbiotope findet.
Daneben bieten ihr militärische Übungsplätze einen neuen Lebensraum.


Die Gelbbauchunke findet häufig Ersatzbiotope in Abbaugruben. © 2013: DGHT/Kwet

Die seltene Gelbbauchunke, Lurch des Jahres 2014, erscheint durchaus schützenswert.
Um ein auf die Ansprüche dieser ungewöhnlichen Amphibienart abgestimmtes Biotopmanagement zu betreiben, sollten geeignete Maßnahmen ergriffen werden.
Eine regelmäßige Pflege vorhandener Laichgewässer und deren Wiederherstellung bei Verlandung sowie die Neuanlage von Kleingewässern und Vernetzung der Lebensräume können hier Mittel erster Wahl sein.

Dr. Matthias Schlotmann
Geschäftsführer BKRI

Gudrun Schmidt
Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftspolitik

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Neue "TonLeiter" veröffentlicht

13. August 2014


Vor kurzem erschienen ist die aktuelle Ausgabe der Informationsbroschüre „Die TonLeiter“ der Arbeitsgemeinschaft Westerwald-Ton e.V..

Themen sind diesmal unter anderem „Zebrastreifen“, eine neue Einsatzmöglichkeit von Westerwälder Ton, Tonvorkommen weltweit sowie der Rohstofftag Rheinland-Pfalz 2014.

Wie gewohnt wird die Broschüre durch den Beileger „TonLeiter ABC“ ergänzt.

Gedruckte Exemplare können bei der Arbeitsgemeinschaft Westerwald-Ton e.V. unter info@westerwald-ton.info angefordert werden.

Dr. Matthias Schlotmann
Geschäftsführer BKRI

Gudrun Schmidt
Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftspolitik

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Umweltministerin Höfken in Diskussion mit Verbänden
Biodiversitätsstrategie für Rheinland-Pfalz

30. Juli 2014


Unter dem Motto „Mitreden! Politik im Dialog“ lud Umweltministerin Ulrike Höfken Vertreter aus Naturschutz, Landwirtschaft, Verwaltung, Politik und Wirtschaft zum Dialog zum Thema „Die Vielfalt der Natur bewahren – Unsere Biodiversitätsstrategie für Rheinland-Pfalz“ nach Mainz ein.

„Erhalten, was uns erhält“, erklärte die Ministerin bei ihrem Vortrag als das zentrale Ziel, das nur gemeinsam unter Einbeziehung aller gesellschaftlich relevanten Gruppen erreicht werden könne.

Zweck der Biodiversitätsstrategie des Landes sei es hierbei, Projekte, Programme und Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt, der Wälder, des Grünlandes und der Gewässer zu einer Gesamtstrategie zusammenzufassen. Die Fortschritte sollten langfristig anhand ausgewählter Indikatoren gemessen werden.
Das Thema Biodiversität stand auch bei den Folgevorträgen im Mittelpunkt.

In seinem praxisorientierten Redebeitrag zum Thema „Biologische Vielfalt zwischen Rohstoffabbau und Rekultivierung“ zeigte BKRI-Geschäftsführer Dr. Matthias Schlotmann auf, dass Rheinland-Pfalz nicht nur reich an heimischen Rohstoffen ist, sondern dass diese für Wirtschaft und Gesellschaft eine bedeutende Rolle spielen.


Dr. Matthias Schlotmann bei seinem Vortrag im MULEWF.

Schlotmann informierte die interessierten Zuhörer über erfolgreich umgesetzte BKRI-Naturschutzprojekte wie das „Laubfroschprojekt“ mit der SGD Nord und die „Natura 2000-Rahmenvereinbarungen“ mit dem MULEWF. Ziel solcher Aktivitäten sei es, einen nachhaltigen Rohstoffabbau im Einklang mit der Natur zu betreiben. Denn Rekultivierungsmaßnahmen sorgten laut Schlotmann heutzutage nicht nur dafür, dass die Natur in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werde, sondern beim Tonabbau könnten sogar neue Lebensräume für bestandsbedrohte Tier- und Pflanzenarten - wie die Gelbbauchunke, den Kammmolch, den Laubfrosch oder den Uhu - entstehen.

Im Anschluss an die Vorträge erhielten die Zuhörer die Möglichkeit, sich mit Fragen und Anregungen direkt an die Referenten der Veranstaltung zu wenden.


Ministerin Höfken (links) und weitere Referenten in lebhafter Diskussion mit den Besuchern der Dialogreihe.

Bei der sich hieraus entwickelnden Diskussion zeigte sich, dass der intensive Dialogprozess zwischen den Teilnehmern bereits „in vollem Gange“ ist.

Dr. Matthias Schlotmann
Geschäftsführer BKRI

Gudrun Schmidt
Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftspolitik

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